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"Den Tod begreifen lernen"

Bestatter Fritz Roth aus Bergisch-Gladbach zu Gast beim Hospizkreis Löhne

Löhne-Gohfeld. „Trauer ist Liebe“ – so der Titel des Vortrags, in dem der Bestatter Fritz Roth auf Einladung des Hospizkreises Löhne für mehr Sensibilität, für das Ausdrücken von Gefühlen und mehr Kultur beim Umgang mit dem Tod plädierte. Der im rheinischen Bergisch-Gladbach praktizierende Bestatter setzte sich im gut besuchten Gemeindehaus Melbergen mit Nachdruck für das Praktizieren von Ritualen und zur aktiven Auseinandersetzung mit Tod, Sterben und den damit verbundenen Zeremonien des Abschieds ein. Trauer brauche Raum, so Roth: „Holt die Verstorbenen aus den Krankenhäusern nach Hause, damit ihr dort von ihnen richtig Abschied nehmen könnt“. Man müsse den Tod „begreifen“, indem man den oder die Verstorbene noch einmal anfasse und sie selbst zur Bestattung ankleide. Auch sollte die Trauerfeier als Feier verstanden werden und ein Ort des Dankens für das zu Ende gegangene Leben sein. Trauer brauche ferner viel Zeit, damit das unbegreifliche Geschehen „aus dem Kopf in das Herz gelangen könne“. Dass man nur vier Tage nach so unfassbaren Ereignissen wie vor kurzem in Winnenden die ersten Toten beerdige, sei nicht gut für die Zurückbleibenden und den individuell unterschiedlich langen Prozess der Trauer. Jeder Mensch sollte verschiedene Wege gehen können, um seiner Trauer Ausdruck zu geben: „In meinem Haus können die Hinterbliebenen selbst einen Sarg gestalten“, so Roth. „Ich habe es schon oft erlebt, das Eltern verstorbener Kinder einen Schuhkarton mit bunten Farben bemalt oder einen Rucksack mit Dingen gepackt haben , die das Kind vielleicht später habe gebrauchen können“. Trauer brauche zudem Erinnerung, so das abschließende Postulat des Bestatters. Auch hier sei es wichtig, diese Erinnerung an den Verstorbenen individuell zu gestalten anstatt normierte und standardisierte Wege des Gedenkens zu gehen. Als Sprecherin des Hospizkreises Löhne dankte Daniela Möller-Peck dem Gast aus dem Rheinland für seinen lebendigen Vortrag, der trotz der ernsten Thematik auch mit subtilem rheinischen Humor gewürzt war. Sto

 
   

 


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